Coronavirus SARS-CoV-2

    Die aktuelle Lage mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 betrifft auch unsere Törns. Nicht nur, dass wir unsere diesjährige Kampagne “Coasts in Solidarity” mit dem Ziel Fêtes maritimes internationales de Brest schweren Herzens absagen und auf kontaktarme Alternativen umstellen mussten, sondern auch, dass bis Juli 2020 alle geplanten Törns von uns abgesagt wurden.

    Wir glauben, dass gerade in dieser besonderen Situation Diskussionen und Begegnungen an Bord hilfreich und notwendig sind, um empanzipatorische und gemeinsame Wege aus den globalen Krisen zu finden. Nach vielen Diskussionen im Projekt haben wir ein „Hygiene- und Sicherheitskonzept“ erstellt, von dem wir glauben, dass es das Risiko einer Ansteckung und/ oder Verbreitung des Virus durch einen Törn mit der “Lovis” auf ein Minimum reduziert.

    Das „Hygiene- und Sicherheitskonzept“ wurde von der Koordinierungsstelle Covid-19 des Gesundheitsamtes Landkreis Vorpommern-Greifswald genehmigt. Wir werden damit so bald wie möglich wieder Törns aufnehmen können. Dies gilt selbstverständlich vorbehaltlich der pandemischen Entwicklung. Denn wir sind uns darin einig, dass die Lage weiter kritisch ist und wir sicherstellen wollen, dass unser Verhalten die Verbreitung von SARS-CoV-2 nicht begünstigt.

    Alle unsere Törns finden bis auf weiteres unter besonderen Bedingungen satt. Dazu hier ein Aufruf an unsere Törnteilnehmer*innen, den ihr auch als PDF herunterladen könnt.

    Unser Hygiene- und Sicherheitskonzept findet ihr hier. (.pdf)

    Zur Info:
    Um unser Konzept umzusetzen und um niemanden zur Fahrlässigkeit zu verleiten, haben wir unsere Rücktritts- und Erstattungsregelungen entsprechend vereinfacht: Wenn du unter den gegebenen Bedingungen nicht zu einem Törn anreisen kannst oder möchtest, haben wir dafür volles Verständnis und erstatten dir unkompliziert den bereits bezahlten Kostenbeitrag.

    Melde dich gerne bei weiteren Fragen und schreibe uns eine E-Mail an: greifswald@lovis.de




    Lagemeldung

    Unsere LOVIS-Aktivitäten sind wie viele andere auch von der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Maßnahmen betroffen. Aktuell ist unklar, wann und mit welchen Auflagen wir diese Saison fahren können. Dazu an dieser Stellen Kürze mehr!
    Bisher mussten alle Törns im April/Mai und Juni abgesagt werden. Nun haben wir uns auch schweren Herzens dafür entschieden, die für diesen Sommer geplante Kampagne „Coasts in Solidarity“ verbunden mit einer großen Reise nach Brest (Bretagne) abzusagen. Im Zuge der Kampagne hätte es verschiedene Aktionen und Aktivitäten auf dem Weg nach Brest gegeben. Unser Anliegen war es, auf die anhaltend unerträgliche Situation auf dem Mittelmeer aufmerksam zu machen, die Solidaritätsnetzwerke entlang der Kanalküste zu unterstützen und Menschen dazu anzuregen, politisch aktiv zu werden.




    „Coasts in solidarity – Open borders, open eyes“

    Im Sommer 2020 segeln wir mit der „Lovis“ von Hamburg zu den internationalen Hafenfesten nach Brest und Douarnenez (Bretagne/Frankreich). Wir wollen diese Reise durch Nordsee und Ärmelkanal nutzen, um gemeinsam mit Aktivist*innen in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Großbritannien und Frankreich für ein solidarisches Europa zu protestieren – gegen Rassismus, die Kriminalisierung von Flucht und Migration und den Verlust von Humanität. Unter dem Kampagnentitel „Coasts in Solidarity“ vernetzen wir uns derzeit mit zahlreichen Menschen und Gruppen entlang der Strecke und sind begeistert von den zahlreichen Aktions- und Veranstaltungsideen, von Unterstützungsangeboten und eigenen Initiativen, die gerade an den unterschiedlichsten Orten entstehen.

    Vom 29.05.-01.06.2020 startet unsere Kampagne mit einem Auftaktwochenende in Hamburg. Über Pfingsten bieten das Schiff und viele weitere Räume in der Stadt die Möglichkeit, uns zu den Kampagnenthemen und ihrer Erweiterung um die Aspekte „Solidarische Stadt“ und „Kolonialgeschichte Hamburgs“ zu vernetzen, miteinander zu diskutieren und aktiv zu werden. Tragt euch den Termin in den Kalender ein und kommt vorbei!

    Im Anschluss segeln wir mit wechselnden Gruppen und zahlreichen Stopps bis nach Brest, wo wir vom 10.-16.7. am Hafenfestival teilnehmen. Nach einem Abstecher in Douarnenez gehts dann im August wieder zurück nach Deutschland.




    Turning the Tide 2.0 – Streaming for Climate Justice

     

    Text: Stephanie Lips, Fotos: Katrin Eissing, u.A

    80 junge Menschen aus 14 europäischen Ländern segelten Anfang September auf den Segelschiffen HAWILA und LOVIS zwei Wochen lang unter dem Motto „Turning the Tide – Streaming for Climate Justice!“. Ziel der gemeinsamen Kampagne war es für junge Menschen aus der Klimagerechtigkeitsbewegung einen Raum zu schaffen für Bildungs-, Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit. LOVIS und HAWILA waren dafür ideal geeignet ;)

    Ein gemeinsamer Aktionstag mit lokalen Gruppen aus Lübeck bildete den Auftakt. Zusammen mit dem Flüchtlingsforum, der Seebrücke, der Ende Gelände Ortsgruppe und der Fridays For Futures Gruppe machten wir unterschiedliche öffentlichkeitswirksame Aktionen in der Stadt, um die Zusammenhänge von Klimawandel, Klimaflucht, Seenotrettung und Klimagerechtigkeit zu verdeutlichen. Den Höhepunkt des Tages bildete eine Rede von dem Flüchtlingsbeauftragten Schleswig-Holsteins, Kapitän Stefan Schmidt, und unser Fahrradkino auf dem Großsegel der HAWILA mit Kurzfilmen zu unseren Themen. Vielen Dank an die tollen Menschen von Movimiento, die extra dafür aus Berlin angereist kamen!

    Am nächsten Tag verließen wir, nach unserer Sicherheitseinweisung, mit weiteren Schiffen, u.a. einem Solarboot und einem weiteren Tradi, den Lübecker Museumshafen und machten eine Tagesfahrt nach Neustadt. Mit an Bord waren für diesen Tag viele Menschen aus den Lübecker Initiativen, u.a. Menschen aus dem Solizentrum und viele weitere tolle Menschen mit denen wir bei schönem Wetter einen herrlichen Vernetzungs-Segeltag bis Neustadt hatten.

    Von Neustadt ging es am nächsten Tag zu unserem Ankerplatz östlich von Puttgarden. An diesem Tag lernten wir was es heißt „Wache“ zu haben und bekamen eine Einführung in das Steuern der Schiffe und die Navigation anhand von Seekarten.

    Nach einer ruhigen Ankernacht ging es am nächsten Tag Richtung Århus. In Århus wurden wir am Ende der ersten Woche als Ziel – und Wechselhafen erwartet.

    Vorher wollten wir erstmal nach Samsø. Diese Insel in Dänemark ist seit mehreren Jahren komplett energieautark mit erneuerbarer Energieträgern. Wir wollten wissen wie sie dies erreicht haben und vereinbarten einen Termin mit der Energieakademie von Samsø. Um die Insel zu erreichen, galt es einen Teil der Segelstrecke, teils mit sehr offener See zu meistern. Dies stellte viele Menschen auf den Schiffen vor große Herausforderungen. Auf LOVIS und HAWILA war das Stichwort des Tages „KotzKettenReaktion“ . Diese war aber mit dem Erreichen der Landabdeckung von Langeland schnell wieder vorbei. In den frühen Morgenstunden des darauffolgenden Tages erreichten wir Samsø und hatten zusätzlich zu dem Besuch der Energieakademie die Möglichkeit Räumlichkeiten im Hafen für unsere eigenen, selbstvorbereiteten Workshops zu nutzen.

    Zusätzlich zu den nautischen Inhalten hatten viele der Teilnehmer*innen eigene Workshops zu unterschiedlichen Themen vorbereitet. Diese konnten wir während des Segelns, aber auch in den Häfen z.T. mit allen Teilnehmer*innen durchführen. Hier nur eine kleine Auswahl: Es gab beispielsweise einen Workshop zu der deCOALonize-Kampagne und Steinkohle, zu Windenergie, zu unseren Zivilem Ungehorsam, zu nachhaltigem Aktivismus, zu Anti fossil Gas-Kampagnen in Schweden aber auch ganz praktische Dinge wie Erste Hilfe in Aktionen oder Socken aus alten Schwämmen machen. Außerdem stellten einige Teilnehmer*innen selbstentwickelte Bildungsmaterialien vor und führten sie gleich durch: Es gab ein Kartenspiel, das die Zusammenhänge des Klimawandels verdeutlicht oder auch ein Spiel zum Thema Gemeingüter.

    Von Sansø aus segelten wir weiter nach Ebeltoft. Dort besuchten wir das GROBUND Projekt. Es ist eines der größten Wohnprojekte Dänemarks, wo 150 Menschen eine alte Stahlfabrik und das darumliegende Gelände gekauft haben, um eigene ökologische Formen des Wohnens und Arbeitens auszuprobieren. Beispielsweise eignet sich die Riesenhalle sehr gut zum Bau von TinyHäusern. Nach einer Führung durch das Gelände bekamen wir die Möglichkeit die Räumlichkeiten ebenfalls zu nutzen und 5 große Banner für unsere anstehenden Aktionen in Århus, Kopenhagen und Malmö zu malen. Ein weiteres Highlight des Tages bildete das gemeinsame Abendessen an Bord der LOVIS. Bei dem die kompletten Crews beider Schiffe ein gemeinsames Buffet im Salon der LOVIS aßen. Von Ebeltoft aus erreichten wir am nächsten Abend Århus. In der Stadt fand parallel ein großes Kulturfestival statt. Deswegen konnten wir mit unseren öffentlichkeitswirksameren Aktionen viele Menschen erreichen. Morgens machten wir mit vielen Menschen sog. „Die-Ins“, um auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam zu machen. Zusätzlich verteilten wir Flyer, um über uns, aber auch den weltweiten Global Climate Strike am 20. September zu informieren. Am Nachmittag fand im Hafenbecken eine weitere Aktion statt: Als sog. „dancing ships“ fuhren LOVIS und HAWILA „graziös;) im Hafenbecken entlang. Da uns vom Hafenmeister verboten wurde Banner dabei zu nutzen, platzierten wir uns kurzerhand mit unseren Bannern rund um das Hafenbecken herum. Zusätzlich hatten wir einen Infotisch und unsere Ausstellung aufgebaut. Highlight des Abends war die Vertikale Tücher- Artistik – Show von Ev und Alex. Und natürlich der im Anschluss stattgefundene „True Cost of Coal“ Vortrag mit dem großen Banner des Beehive-Collectives über den Steinkohleabbau in den Appalachen.

    Am nächsten Morgen gab es einen teilweisen Wechsel der Schiffcrews: Einige Teilnehmer*innen verließen leider die Schiffe, andere tauschten die Schiffe für die zweite Woche. Neue Teilnehmer*innen kamen dazu, so dass wir wieder mit ca. 60 Menschen unterwegs waren. Diesmal nach Kopenhagen und Malmö.

    Von Århus segelten wir zunächst nach Helsingør. Allerdings ankerten wir dazwischen eine Nacht in einer ruhigen Bucht. Das Besondere an diesem Ankern war, dass wir gemeinsam mit der HAWILA an dem LOVIS-Anker festgemacht waren und sich alle Menschen gegenseitig auf beiden Schiffen besuchen konnten. Die gemeinsame Ankerwache war auch so geplant, dass je eine Person von LOVIS und eine Person von HAWILA sich eine Wache teilten. Dadurch kam ein noch intensiverer Austausch zustande. Nach unserer Ankernacht und einer weiteren Tag- und Nachtfahrt erreichten wir schließlich Helsingør. Selbstverständlich gab es auch in dieser zweiten Woche jede Menge selbstorganisierte Workshops. Nach Helsingør erreichten wir am nächsten Nachmittag endlich Kopenhagen. Dort lagen wir an der Pier bei „Magneten“ – einem Seminar- und Workshop-Ort, den wir extra für unseren Aufenthalt in Kopenhagen organisiert hatten. Den nächsten Tag gab es dann Essen für 150 Menschen sowie unterschiedlichste Workshops, unsere Ausstellung und Auswertungstreffen mit allen Teilnehmer*innen. Zusätzlich kamen noch Interessierte aus der Klimabewegung in Kopenhagen dazu. Highlight des Tages war sicherlich die gemeinsame Fahrt der Schiffe mit Flaggen, Bannern und Trommler‘innen, die in Kopenhagens City ging. Gemeinsam mit einer kleinen Fahrraddemo an Land ließen wir alle Menschen dort wissen, dass wir für sofortige Klima Gerechtigkeit brauchen und dafür kämpfen werden. Abends gab es eine Klimaartist*innen-Show im Rigg der HAWILA, Livemusik und Bilder vom Törn.

    Den nächsten Tag verließen wir müde aber sehr erfüllt Kopenhagen und fuhren zu unserem Zielhafen Malmö. In Malmö hatte im vergangenen Jahr eine internationale Degrowth Konferenz stattgefunden. Abends bekamen wir noch einen Vortrag zu Degrowth von einer Wissenschaftlerin der Universität Lund.

    Am nächsten Tag machten wir noch kleine Aktionen, um auf den Global Climate Strike aufmerksam zu machen, putzen das Schiff und verabschiedeten uns voneinander und sehen uns hoffentlich bei vielen Aktionen der By2020weriseup-Kampagne und unserem Nachtreffen im Dezember in Hamburg wieder.

    Dickes Danke nochmal an alle Menschen, die uns unterstützt haben diese zwei Wochen für Klimagerechtigkeit zu segeln! Besonders möchten wir uns auch für die Essensspenden von Hof Brummelkamp, dem SOS Hof Bockum, dem Ringstetten Hof sowie bei den Firmen Landwege, Voelkel, Naturata, Café Libertad, Lebensbaum, Tofurei Nagel, Topas, Barnhouse, Bauckhof und der Teutoburger Ölmühle bedanken!
    Ohne Eure Spenden wär’s nicht so lecker gewesen ;)




    Antirassistische Kampagnen-Tour 2020

    Im Sommer 2020 wird die Lovis von Hamburg nach Brest und Douarnenez (Bretagne/Frankreich) segeln. Wir wollen diese Reise durch Nordsee und Ärmelkanal nutzen, um gemeinsam mit Aktivist*innen aus den Niederlanden, aus Belgien, Großbritannien und Frankreich für ein solidarisches Europa zu protestieren – gegen Rassismus, die Kriminalisierung von Flucht und Migration und den Verlust von Humanität.

    Die Kampagnentour startet im Juni 2020 mit einem Auftaktevent in Hamburg. In den darauffolgenden sechs Wochen wird das Schiff von (voraussichtlich) mehreren Gruppen nach Frankreich gesegelt werden, um ab Mitte Juli an den maritimen Festivals in Brest und Douarnenez teilzunehmen. Anschließend beginnt der Rückweg, damit die Lovis bis Ende August wieder in der Ostsee ist.

    Während der Reise, vorallem auf der Hinfahrt in die Bretagne, soll Lovis in den verschiedenen Häfen Schauplatz vielfältiger Aktionen sein: Straßentheater und Konzerte, Diskussionen, Lesungen, Open-Air-Kino auf dem Großsegel, Demos und, und, und… das hängt davon ab, was wir alle daraus machen – und die Planung hat gerade erst begonnen!

    ALSO: Wenn Du…

    • … Lust hast, dich an dem Projekt zu beteiligen oder Fragen dazu hast,
    • … mit deiner Gruppe innerhalb der Kampagne zwei bis drei Wochen an Bord sein, segeln und bei den Aktionen mitmischen willst,
    • …an der Nordsee oder am Ärmelkanal in antirassistischen Kämpfen aktiv bist und Ideen für eine gemeinsame Aktion hast,
    • … zufällig im nächsten Sommer mit deinem eigenen Boot auch in die Bretagne segelst und Bock hast, eine kleine Protest-Flotte auf die Beine zu stellen…

    … dann schreib uns eine Mail an campaign@lovis.de (auf Englisch, Französisch oder Deutsch) und schließ dich dem Orga-Team an! Du kannst auch gern den Flyer zum Projekt runterladen und weiterleiten!

    campaign-flyer de

    campaign-flyer eng

    campaign-flyer fran