Programm

    Wann: Sonnabend, 22.09.2018
    Wo: Museumswerft Greifswald

    In diesem Jahr wird Lovis 18 — oder 121 Jahre alt, je nachdem. Und wir wollen zusammen mit Dir ein Fest feiern und haben ein großartiges Programm für Kinder, Erwachsene und alles dazwischen auf die Beine gestellt. Komm auf jeden Fall vorbei!

    • 14:00 Uhr: Willkommen und Trara zum Beginn
    • 14:00—18:00 Uhr Siebdrucken, Kaffeeausstellung und Kaffeeverköstigung, Lastenrad-Fahren, und einiges mehr mit Greifswalder Initiativen
      Bitte bringt zum Siebdrucken Klamotten mit, die ihr bedrucken wollt!

    Gleichzeitig

    • 14:00 Uhr: Ausstellungseröffnung „18 Jahre LOVIS
    • ab 14:00 Uhr: Kinderprogramm
    • ab 15:00 Uhr: Kuchenbuffet
    • ab 15:00 Uhr: Musik mit Shtetldik und vielen anderen Straßenmusiker*innen
    • 16:00—17:30 Uhr: Film „Der Standpunkt des Löwen
    • 17:30 Uhr: Diskussion über Seenotrettung im Mittelmeer mit u.a. Kapitän Stefan Schmidt, ehem. Kapitän der Kap Anamur, derzeitig Flüchtlingsbeauftragter von Schleswig-Holstein
    • ab 18:00 Uhr: Vegane Köstlichkeiten von der Küche für alle

    Bands

    • 19:00—20:00 Uhr: wie1vogeleinst (Leipzig): Pop
    • 20:00 — 21:00 Uhr: Bellatriste -1: Wir machen acoustic impro, wobei wir dabei alle erdenklichen Stile streifen. Von Blues und Bossa Nova zu Flamenco und Rumba, über Balkan Beats bis hin zu arabischen Klängen. Jedesmal anders und jedesmal frei gespielt.
    • 21:00—22:00 Uhr: Kaye (Berlin): Die Rapperin Kaye fusioniert in ihrem Set alle Spielarten basslastiger und elektronischer Musik: Hip Hop, Grime, Future Bass, Trap, Ambient, Urban und eine Portion Glitch. Die Vocals fliegen auf der Bühne selbstbewusst durch die Genres, mal tough geflext, dann melodisch, conscious und aktivistisch und immer sehr persönlich. Eine Live Show wie eine atemlose Liebeserklärung an diesen verdammt schön vibrierenden Mix aus Bass Music und Rap Vocals.

    DJ*anes

    • 22:00—23:30 Uhr: 94 Cent (aus Lüneburg): Hip Hop
    • 23:30—01:00 Uhr: DJ Swing Daddy vs. Nat King Cool (aus Greifswald): E-Swing/G Swing/ WobblWobbl
    • 01:00—02:30 Uhr: Mr. Moustache (HGW): Balkan Beats & Global Bass

    Parallel dazu

    • ab 19:30 Uhr: Lovis-Lieder singen und Lovis-Geschichten am Lagerfeuer



    Todschlagargument dt. Behörden wird nun auch im Wald eingesetzt

    Seit heute morgen wird der Hambacher Forst wegen Auflagen bezüglich des Brandschutzes gewaltsam geräumt.

    Die Crew der LOVIS mit einem „Ehemaligen Törn des Freien Ökologischen Jahres“ auf der Fahrt von Rostock nach Greifswald erklärt sich solidarisch mit den Schützenden der Bäume des 12.000 Jahre alten Waldes Hambacher Forst.
    Für ein Klima der Gerechtigkeit — Klar zur Wende — Kohlekonzerne Kentern! #hambibleibt

    Die Ticker mit aktuellen Infos:

    https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/hambacher-forst-176.html
    https://hambacherforst.org/blog/2018/09/13/pressemitteilung-13-09-18
    https://twitter.com/

    Originalaufnahmen: [1] [2]




    Wir feiern ein Fest!

    Nach vielen bewegten Jahren wollen wir mal wieder gemeinsam feiern. Lovis wird dieses Jahr 121 Jahre alt — oder 18. Je nachdem. Bei Musik, Küche für Alle, Workshops von und mit Initiativen aus Greifswald und Umgebung, Geschichten, Feuertonne und Segelkino wollen wir Geburtstag feiern — allen Widrigkeiten zum Trotz, die nicht nur uns in den letzten Jahren Sandbänke in den Weg gelegt haben.

    Wann?
    Samstag, 22. September 2018 ab 15 Uhr

    Wo?
    Greifswalder Museumswerft, Salinenstr. 20

    Du bist sehr herzlich eingeladen, mit uns zu feiern, zu schmausen und zu tanzen. Komm dazu, wir freuen uns auf dich!

    Seit ihrer Schiffstaufe am 18. März 2000 fahren jede Saison mehrere hundert Menschen mit Lovis und nutzen das Schiff für Bildungsreisen, Aktionstörns, Klassenfahrten und vieles mehr. Während die einen sich mit Überfischung und Plastik im Meer beschäftigen, diskutieren andere Gruppen über Biopiraterie, Flucht, mehrgenerationales Wohnen oder feministische Kämpfe. Das Schiff wird gekapert von Straßenmusiker*innen, Artist*innen und Menschen, die sich für eine gerechtere Gesellschaft einsetzen. Es dient als Bühne, Kampagnenschmiede, Drehort, Kino und oft als schwimmendes Seminarhaus. Doch nicht nur die inhaltlichen Auseinandersetzungen prägen die Zeit auf dem Schiff, sondern auch die zwischenmenschlichen Begegnungen halten oft über die Zeit der Törns hinaus. Von jedem Törn nehmen die Menschen ihre ganz eigenen Geschichten, Eindrücke und Erfahrungen mit und weil in 18 Jahren ganz schön viel passiert, wollen wir genau diese Geschichten sammeln und zusammen auf die letzten Jahre zurückblicken. Pünktlich zum Lovisfest wollen wir nämlich eine kleine Geschichtensammlung rausgeben, damit wir uns gemeinsam an die bewegten Zeiten erinnern können. Und genau dafür brauchen wir dich!

    Erzähl uns deine Lovis-Geschichte — ob poetisch verpackt, künstlerisch kreativ oder kurz und knackig:

    • welche berührenden, lustigen oder nachklingenden Anekdoten willst du gerne weitererzählen?
    • was waren für dich besondere Momente auf dem Schiff?
    • womit verknüpfst du deine Zeit auf der Lovis?
    • welche Impulse haben sich auch weiter in deinen Alltag getragen?

    Bitte schick deine Geschichte (max. eine Din-A4 Seite Geschriebenes, gerne mit Bildern) an joscha@lovis.de

    Wir freuen uns sehr auf deinen Beitrag und hoffen, wir sehen uns am 22.September auf der Museumswerft zum gemeinsamen Feiern.

     




    SEEBRÜCKE – Schafft sichere Häfen

    Vor mehreren Wochen wurde den Schiffen der NGOs, die im Mittelmeer zivile Seenotrettung betreiben, das Auslaufen verboten. Seitdem starben 261 Menschen im Mittelmeer (Stand: 31.7.18) – die Dunkelziffer ist sehr wahrscheinlich viel höher. Einige der zivilen Seenotretter*innen stehen nun für ihr Handeln sogar vor Gericht.

    In den letzten Wochen mobilisierte die internationale Bewegung „SEEBRÜCKE – Schafft sichere Häfen“ zehntausende Menschen an Land, um Solidarität mit den betroffenen NGOs zu zeigen und sich für sichere Fluchtwege einzusetzen.

    In Greifswald beteiligten sich anlässlich der „Gaffelrigg“ auch einige Traditionssegler an Aktionen der „SEEBRÜCKE“, indem sie Flaggen mit dem Logo der Bewegung hissten. Diese positive Resonanz ermutigte uns die Aktion /Traditionsschifffahrt zeigt Flagge – Niemand bleibt auf See/ ins Leben zu rufen. Im Rahmen dieser rufen wir alle Vereine und Eigner*innen der Traditionsschiffe dazu auf, für die Einhaltung internationalen Seerechts und der Genfer Flüchtlingskonvention zu werben. Es gilt klar zu machen, dass die Rettung aus Seenot jedem Menschen konditionslos zustehen sollte. Bekennt also auch Ihr Farbe zu grenzenloser Solidarität mit Geflüchteten und der Seenotrettung – und zwar die Farbe orange. Möglich wäre es beispielsweise eine orange Fahne oder gar eine Rettungsweste zu hissen. Darüber hinaus gäbe es auch die Möglichkeit durch „SEEBRÜCKE“, in begrenzter Stückzahl eine 1,2cm x 0,9m große Flagge mit dem Logo der Kampagne zur Verfügung gestellt zu bekommen. Bei Interesse meldet euch bitte
    unter folgender Mail: seebruecke-mv@posteo.net

    Weitere Informationen zur Kampagne finden sich hier:
    https://seebruecke.org | fbINSTA | Twitter




    SchSV unterzeichnet

    Nachdem wir in den letzten zwei Jahren um eine neue SchSV gerungen haben, ist nun ein vorläufiger Schlussstrich gezogen. Anfang März hat der geschäftsführende Verkehrsminister Christian Schmidt im Beisein von Traditionsschiffsverbänden die neue Verordnung unterschrieben.

    Damit ist der aufreibende Prozess der Verhandlungen zwar vorbei, doch der Teufel steckt im Detail. Während fraglich bleibt, wie viel Sicherheitszugewinn die Neuregelung gegenüber der bisherigen Verordnung in der Praxis tatsächlich bringen wird, ist auf jeden Fall klar, dass hohe Mehrkosten auf die Schiffe und uns zukommen. Auch befürchten wir einen erheblichem Bürokratieaufwand, der unsere ehrenamtliche Arbeit belasten wird.

    Positiv ist zu sehen, dass es Begleitregelungen geben wird, um diese Folgen der neuen Verordnung aufzufangen.

    Dazu gehören:

    1. die Einrichtung einer Ombudsstelle, an die sich jedes Schiff wenden kann
    2. die Schaffung einer zwei- bis dreimal jährlich tagenden Arbeitsgruppe mit der Funktion, Nachbesserungsbedarf an der Neuregelung im Blick zu behalten und auf den Weg zu bringen
    3. die Bereitstellung eines Förderprogramms zur Unterstützung der Schiffe bei den kommenden Mehraufwendungen, wozu den Schiffen Fördermittel in Höhe von 20 Mio. Euro vom Bundesverkehrsministerium in Aussicht gestellt wurden.

    Die Befürchtung bleibt, dass in den kommenden Jahren Schiffe aus der Traditionsschiffsflotte verschwinden könnten – sei es wegen direkter Stilllegung oder einfach indirekt wegen finanzieller oder personeller Überforderung. Da seitens des Bundesverkehrsministeriums jedoch das Gegenteil beteuert wird und in den Verhandlungen seit November eindeutig Schritte in diese Richtung erreicht werden konnten, sollte es jetzt darum gehen, der neuen Regelung und den abgesprochenen Begleitmaßnahmen eine Chance in der Anwendung zu geben. So schauen wir verhalten optimistisch nach vorne – und danken Euch vielmals für Eure Unterstützung in den letzten Jahren! Ohne Euch wären wir niemals so weit gekommen.